BERCHTESGADENER ALPEN: Ein Traum an...

May 30, 2016

...der Grenze der Wanderer-Sinne!

Was für ein toller Ausflug und das um die Hausecke von München / Bayern.

 

 

Es ist Samstag Früh und wir entscheiden uns für einen kleinen Ausflug an die beiden Seen Königsee & Obersee in die Berchtesgadener Berge. Schon am Vortag haben wir die Wetterlage gecheckt und unsere Wanderrucksäcke gepackt, damit wir gleich in der Früh los starten konnten.

 

 

 

Die Sonne zeigte ihre ersten Strahlen und wir konnten es kaum erwarten anzukommen. Nach einer ca.1:45h Autofahrt zum Königsee, mussten wir uns als erstes, an gefühlten 100 Souveniershops vorbeikämpfen. Da wir den schwarzen Gürtel im Ignorieren von Touristenfallen besitzen und unsere Yoga/Mentaltrainer uns trainiert hatten unseren Verstand auf eine klare Linie zu setzen, ging unser Weg geradewegs an diesen besagten Läden voller Ramsch vorbei.

 

Am See angekommen zeigte sich uns der Königsee von einer seiner schönsten Seiten. Schnell die Tickets gezogen und rauf auf's Boot. Das Wasser glitzerte uns in mystischen Blau- und Grüntönen an. Die Sonne lachte uns entgegen und wir freuten uns einfach auf den herrlichen Tag im Grünen. Unser Kapitän legte los und startete das Elektroboot. Da das Berchtesgadener Land zum Naturschutzgebiet erklärt wurde ist es verboten mit Motorbooten oder ähnlichen Gerätschaften auf dem See zu fahren. Das Angelrecht ist ebenfalls verboten. Das macht sich natürlich auch bezahlt. Der Königsee hat Trinkwasserqualität und erhebt sich zwischen den steilen Abhängen tiefgründig hervor.

 

 

Dieser See hat so viele tolle Geschichten und Eindrücke hinterlassen, dass man gar nicht weiß wohin man sehen soll oder womit man beginnen sollte. Schon der Weg zur wunderschönen Kapelle von St. Bartholomä ist gesäumt von unglaublicher Natur. Auf etwa halber Fahrtstrecke nach St. Bartholomä wurde uns und den Fahrtgästen von einem der Bootsmänner ein Echo mit der Trompete vorgespielt. Ganz klar und deutlich wird der Klang der Melodie durch die Schluchten wie ein Duett empfangen.

 

Wenn man zurück sieht und auf den Startpunkt blickt, erkennt man den Rotofen. Vom Boot aus betrachtet ähnelt der Berg einer schlafenden Hexe. Man erkennt den Kopf, die Nase, die Brüste und die langen Haare die in das Tal heruntergleiten. Wie ein Märchenwald umgibt einen dieser Blick.

 

 

Unsere Tour nahm weiter ihre Fahrt auf und so konnten wir noch die beeindruckende Berglandschaft genießen. Watzmann, Jenner, Hochkalter um nur ein paar der tollen Berge zu nennen. Alleine im Berchtesgadener Land sind 40 Berge die sich alle in den 1300m bis 2700m bewegen.

 

 

 

Am Ziel in Salet angekommen liegt die Saletalm und der berühmte Röthbachfall. Mit 470m der höchste Wasserfall Deutschlands. Auf dem Weg bis zum Wasserfall sind wir jedoch nicht mehr aus dem Staunen herausgekommen. Als wir den Obersee erreichten und wir in diesen wunderschönen Spiegel blickten trauten wir unseren Augen nicht. Der See war noch klarer als der Königsee was kaum oder besser gesagt eigentlich fast nicht mehr Möglich ist. Das Wasser strahlte in Türkisblau. Bis auf den Grund kann man sehen und das Wasser lädt einen ein einfach reinzuspringen. Das Wasser hat natürlich auch Trinkwasserqualität durch unzählige unterirdische Quellen.

 

 

 

 

 

Am Ende des Obersees entdeckten wir endlich die Fischunkelalm. Auf dem Weg der einen leichten Aufstieg am Wasserufer mit sich bringt ist man nach guten 40 min da. Da wir aber weiter in dem hinteren Tal bereits den Wasserfall entdeckten und das unser eigentliches Ziel gewesen ist, wanderten wir noch gemütlich den schönen Weg weiter. Die Landschaft hier oben ist, ich muss mich leider immer wieder wiederholen, WUNDERSCHÖN. Die Kühe die in der weiten Hügellandschaft ihr Gras fressen, die Gerüche der blosen und unberührten Natur und die Traumlandschaft macht das ganze zu einem perfekten Ausflug mit Postkarten Flair.

 

 

 

Als wir am Auslauf des Wasserfalls ankamen brauchten wir ein paar Minuten um das ganze auf uns wirken zu lassen. Nach kurzer Zeit aber dachten wir uns, dass wir uns das ganze doch von näherem ansehen mussten und so kletterten wir den Berg hinauf um das Schauspiel ganz nah erleben zu können. Je weiter der Weg nach oben ging umso durchnässter wurden wir. Nicht ganz am Ende aber bis zur letzten Möglichkeit trauten wir uns heran und genießten die wunderschöne Aussicht.

 

 

 

 

Da sich der Hunger langsam ausbreitete vom Energiegeladenen Aufstieg und wir den Rückweg noch antreten mussten machten wir uns langsam auf dem Weg nach unten. Im Gepäck war natürlich für Speis und Trank gesorgt. Mit voller Vorfreude suchten wir uns ein gemütliches Plätzchen wo wir unseren Proviant ausbreiten konnten. Brezn, Pfefferbeißer, Käse, Rettich und Tomaten - alles was das Wanderherz so braucht. In einer gemütlichen Pause schlemmten wir unsere Brotzeit und liesen die Eindrücke nochmal auf uns einwirken und kühlten unsere Gedanken bei einem leckeren Radler ab.

 

 

 

 

Wir können jedem diesen Trip empfehlen. Man muss kein super Wanderer, Kletterer oder Bergsteiger sein um diese Tour machen zu können. Aber eins können wir sagen, Ihr werdet davon mit leuchtenden Augen zu Hause berichten.

 

 

 

 

 

Lydia & Adrian

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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A NEVERENDING JOURNEY