Expedition Lapland ARJEPLOG Sweden

March 24, 2016

 

Dieses Wochenende stand auf dem Programm die EXPEDITION LAPLAND nach Arjeplog/Schweden.
 

Die tiefe Wildnis Schwedens, Rentiere, Elche, Polarlichter und wir haben nichts anderes im Kopf als Autorennen auf dem Eis, Snowmobile Touren durch den Tiefschnee, Schneemobiltouren zu machen und im Iglootel zu schlafen und in die Sauna zu gehen. Eine Truppe von acht besten Freunden, das klingt nicht nur nach Abenteuer, NEIN das war es auch.

 

 

Ziel des Ausfluges war natürlich gemeinsam Spaß zu haben und für LESS.TALK.TRAVEL.MORE. einen Film zu drehen. Wie es bei acht Jungs der Fall ist begann schon der Ausflug sehr turbulent, besser gesagt die Expedition Lapland hat bereits am Stuttgarter Flughafen gestartet.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten, was eher an uns lag, anstatt dem Flieger. (Hier möchte ich speziell der Fluggesellschaft TUI und FLYCAR ein wirklich großes LOB aussprechen!!! Bravo, ich ziehe meinen Hut vor euch wie ihr das gemacht habt. Um das Geheimnis zu lüften, wir waren viel zu spät angekommen und der Flieger/Pilot war so freundlich und hat mit dem Start auf uns gewartet! Nochmals vielen, vielen Dank!

 

Nachdem wir den Flug bravurös überstanden haben, begann der Ausflug mit der Ankunft in Arvidsjaur, wo wir bereits sehnsüchtig vom Personal des Iglootel erwartet wurden. Als wir endlich alle im Auto waren, ging es durch die wunderschöne Landschaft Schwedens, in den kleinen aber feinen Ort Arjeplog. Für viele ist dieser Ort vielleicht bekannt durch die Automobilbranche oder durch das Hotel Iglootel. Vielleicht haben schon ein paar von euch den einen oder anderen Bericht im Fernsehen gesehen. Hier lässt es sich aushalten!

 

 

 

Am ersten Tag stand auf dem Programm: Die frische Luft einatmen, die Landschaft genießen und ein Willkommens Drink im Iglootel einnehmen.

 

 

 

Am Nächsten Morgen aufgewacht stärkten wir uns mit einem deftigen Frühstück bevor der Tag seinen Lauf begann. Klar, dass wir alles ausprobieren was uns auf den Teller gelegt wird. Lachs, Knäckebrot und diverse Süßspeisen waren an der Tagesordnung. Gut gestärkt ging es dann auch endlich los. Zuerst Arjeplog erkunden und danach eine kleine Schneeschuhwanderung durch die wunderschöne Landschaft genießen. Draußen waren die Temperaturen einigermaßen ok aber für die Jahreszeit doch etwas wärmer als gewöhnlich. Normalerweise können hier im Winter die Temperaturen bis zu -40 Grad fallen. Wir hatten Glück und bewegten uns Tagsüber von -6 bis -9 Grad und nachts teilweise ‚nur‘ bis -12 Grad, was wirklich noch angenehm ist. Die Kälte die wir aus Deutschland kennen ist eine Nasskälte die durch Mark und Knochen geht aber diese hier ist Trocken.

Am Nachmittag bereiteten wir uns schon mal Gedanklich auf unser Autorennen vor. Einige von uns konnten es schon kaum abwarten und profilierten sich mit diversen Kampfansagen. Nach einer sieben minütigen Autofahrt vom Iglootel erreichten wir unsere Location wo Stephan uns schon sehnlichst erwartete. Das ganze Autorennen findet auf den See Hornavan statt. Dieser See ist der tiefste See Schwedens mit einer tiefe von ca. 220 Metern.

 

Wir hatten verschiedene Autos zur Auswahl. Von alten Volvo's oder 325 BMW‘s war einiges dabei. Es machte uns den Eindruck als wären es zusammen geschusterte Modelle wie aus einem Hollywood Film-Mix aus Fast & Furios und Mad Max. Die Autos hatten Spikes und Überrollkäfige um für die Sicherheit der Fahrer zu sorgen. Aus dem Auspuff kam der blanke Rennsound uns entgegen und wir konnten es kaum abwarten uns endlich hinein zu setzten und los zu düsen. Die Wetterbedingungen konnten nicht besser sein und so legten wir nach einer kurzen Einweisung von Stephan gleich los. Die Autos preschten über den gefrorenen See, als ob jeder von uns einmal in seinem früheren Leben Rennfahrer gewesen wäre. Kopf an Kopf rennen, hitzige Duelle, waghalsige Drifts in den Kurven und Überholmanöver die kein Rennprofi hätte besser machen können. Unglaublich! Im Video könnt ihr einen Ausschnitt unseres Gefühls davon bekommen... Es war einfach atemberaubend, Grandios!

 

 

 

Nach dem wirklich anstrengenden Rennen war für das Wohl der Fahrer zu sorgen und so genießten wir die Sauna und Whirlpool Landschaft im Iglootel bei einem Getränk und reichlich tiefgründigem  Fachgesimpel wurde debattiert.

 

 

Am Samstagmorgen haben wir eine Snowmobiletour geplant und so mussten wir früh aus den Federn um den Tag zu genießen. Da keiner wusste was auf uns zukommt, war die Aufregung und die Vorfreude umso größer. Am Ort angekommen stand bereits Yasin unser Guide bereit und hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Zu dem Zeitpunkt wussten wir noch nicht das Yasin ebenfalls im Flieger saß und auf uns warten musste. Das ganze sollte im späteren Verlauf eine Lehre für uns werden. Nach einer ausführlichen Einführung in die Thematik Snowmobile und Gerätschaften ging es runter in den Keller um unsere Ausrüstungen zu erhalten. Eine Komplette Montur für jeden, von Kopf bis Fuß. Overall, Schuhe und Helm sind Pflichtsache, denn bei den Geschwindigkeiten und Temperaturen wäre es ohne Lebensmüde.


In den "Rennanzügen" ging es dann gleich an die Geräte. Ich kann nur sagen: WOW! Als der Motor aufheulte entstand bei jedem von uns Gänsehaut pur und das Adrenalin stieg ins unermessliche. Auf die Geräte gesprungen ging es gleich los mit ein paar Trockenübungen und leichten Kurven, leichten betätigen von Gas und Bremse um das Gerät kennenzulernen, schließlich will man so einen Boliden mit 125 PS bei einem Gewicht von ca. 250 KG nicht verärgern. Dieses Gefühl ist unbeschreiblich wenn man Herrscher ist, zwischen langsam daher cruisen oder einem Adrenalinjunkie auf Speed.

 

Am Mittag hat Yasin eine Hütte angesteuert, in der wir unser Mittagessen wie hungrige Wölfe verschlungen haben. Wie es sich für echte Kerle gehört, war Grillen ganz groß geschrieben. Hütte einnehmen, Holzhacken, Feuerstelle bilden und Rentier grillen.
Die Tour ging den ganzen Tag. Yasin jagte uns über die Seenplatten mit vollem Speed und durch den Tiefschnee. Genau hier haben wir unsere Retourkutsche fürs Warten im Flieger erhalten. Das bedeutet: Hart arbeiten! Snowmobile aus dem Schnee rausholen, bis zur Hüfte im Schnee stecken bleiben usw.


Kaputt von diesem erlebnisreichen Tag, fielen wir nur noch wie ausgeknockt ins Bett.

 

 

 

 

 

Am Sonntag war schon unser letzter Tag und den haben wir  mit einer tollen Husky Tour ausklingen lassen. Auch an dieser Stelle möchte ich wirklich ein großes Lob an das Team von Cold Nose Huskies aussprechen. Was die dort oben betreiben ist aller Ehren wert.
Die Hunde haben am Morgen abenteuerhungrig auf uns gewartet und konnten sich kaum gedulden bis es endlich losging. Drei Schlitten standen uns zur Auswahl. Allerdings hatten wir nur zwei Hundeschlittenfahrer und Lars grinste. Du bist doch da, los geht's! Ich konnte mein Glück kaum fassen und sprang sofort auf den Schlitten um sofort loszufahren. Die Hunde wussten sofort, dass alle Plätze eingenommen waren, es losgehen kann und starteten ein Heulkonzert. Unglaublich in welcher Lautstärke. Sie wollten einfach losrennen, voller Freude und Euphorie diese Huskies. So süß!
Unsere Tour ging endlich los und plötzlich waren alle Hunde still und zogen unsere Schlitten voran. Es ist ein super Gefühl auf dem Schlitten. Man hat den Eindruck, dass alles vorbeigleitet, immer in Begleitung von seinem Rudel auf dem Weg zum Ziel. Diese Stille um einem herum, die Hunde die kraftvoll nach vorne pirschen und der weite Blick ins Nichts lässt einen in Gedanken schweifen und dahintreiben. Was für ein Moment… Unvergesslich!

 

 

 

 

Zurück von der Husky Tour saßen wir noch gemütlich beisammen und redeten über unser Glück und unsere Erlebnisse der letzten Tage. Neben uns waren ein paar Lokals mit denen wir ins Gespräch gekommen waren. Sie wollten wissen woher wir kommen, was wir machen etc. Nachdem wir erzählt haben, dass wir einen Film drehen und wir hier die Eindrücke einfangen möchten, gaben Sie uns den Tipp zum Polarkreis zu fahren und uns den Grenzübergangsstemple im Supermarkt zu holen.

Wir: im Supermarkt?
Die Gruppe: Ja.
Wir: Wo sind die Autoschlüssel, das müssen wir sehen!

Es war ja nicht weit weg, lediglich nur 60km entfernt. Die Fahrt dorthin zeigt einem nochmal wie schön die Natur ist. Tolle Landschaft, wunderschöne Seenplatten, die Lichteinflüsse und die Menschen die hin und wieder sich zeigen. Wahnsinn!

 

 

 

Am Polarkreis angekommen sind wir in den Supermarkt und haben uns einen obligatorischen Arctic Circle Stemple abgeholt und wie echte Vikinger ein Snooze probiert.
Danach ging es für uns Richtung Iglootel um das ganze Wochenende bei einem gemütlichen Abendessen und witzigen Gesprächen abzuschließen. Hier beschlossen wir uns noch mal in den Whirlpool zu setzen. Kaum im Whirlpool tauchten über unseren Köpfen Polarlichter auf. Die Lichter glänzten in diversen Grüntönen und schimmerten über unseren Köpfen hinweg. Das Licht war leider nur von kurzer Dauer, aber es war da! Wir konnten Polarlichter sehen. Unglaublich! Das Wochenende hatte schon bereits mehrere perfekte Abschlüsse aber das war die absolute Krönung. Einfach WOW!

 

 

 

 

Wir sind noch Wochen danach von der Energie und den tollen Eindrücken, was für ein schöner Ausflug es war, ergriffen. Der Film war im Kasten und ist, unserer Meinung nach, zum vollen Erfolg geworden. Ich hoffe es gefällt euch auch.

 

Adrian

 

 

 

 

 

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A NEVERENDING JOURNEY